Aktuelles
Beitrag des Ortsvorstehers
Kompetenzen, Winterdienst und die Insel
Wie angekündigt wurden im Ortsvorstand erste Schritte zur Kompetenzverteilung vorgenommen. Sinn und Zweck ist es, an den bewährten Verfahren der ehemaligen Gemeindevertretung anknüpfend, Sachkompetenz entscheidungsreif zu den Ortsbeiratsitzungen vorzulegen. In Verbindung mit der Ortsteilverfassung und der Kommunalverfassung des Landes sind direkte Kommunikationswege mit den städtischen Fachbereichen gegeben und tragen so zu kurzen Entscheidungsvorlagen und zügigeren Bearbeitungszeiten bei. Aktuell sind die Sachkompetenzen im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr Neu Fahrlands durch Herrn Reiter, die der Ordnung auf Straßen und Begleitgrün bei Herrn Kania und unverändert die in Sachen des ländlichen Raumes bei Herrn Kleinert angesiedelt. Im Bereich von Schule und Kita bleibt die Sachkompetenz durch meine Person vertreten. So weit noch verbindlich rechtliche Entscheidungen notwendig sind, werden diese zur nächsten Ortsbeiratsitzung am 21.09.2010 vorgelegt. Diese Verteilung soll den Bürgern einen kurzen Informationsweg sichern.
Die verbleibenden zahlreichen Aufgaben werden natürlich gemeinschaftlich bearbeitet bzw. noch zuzuordnen sein. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen, weitere Details werden auf der genannten Ortsbeiratsitzung bekannt gegeben, nutzen können Sie diese Vorgehensweise aber schon einmal. All diejenigen, die sich jetzt noch nicht vertreten fühlen, bitte ich um Nachsicht, irgendwo muss man ja anfangen.
In Vorbereitung auf die sicherlich anstehende Entscheidung zur Straßenreinigungssatzung muss hier schon einmal das Thema Winterdienst aufgegriffen werden. Im vergangenen Winter gab es ja reichlich Überforderungen privater Anlieger, die sich so unbeabsichtigt Ordnungswidrigkeiten gegenüber sahen. Auch vereinzelte Fälle von Ersatzansprüchen und anzutreffender Unkenntnis zur Sachlage veranlassen, eine Bürgerbefragung zum Winterdienst vorzubereiten. Auf der nächsten Ortsbeiratsitzung wird ein Termin vorgeschlagen und Ihnen dann bekannt gegeben. Vorbereiten sollten Sie sich schon einmal, ob Sie als Grundstückseigentümer( in), Pächter(in) oder Mieter( in), den Winterdienst durch die Landeshauptstadt Potsdam (STEP) durchführen lassen würden. Zur Erinnerung : In der Ausgabe Februar 2010 des Heveller hat Herr Reiter die wichtigsten Details genannt, in der Größenordnung von 3,06 € pro Frontmeter liegen die Kosten für den Winterdienst. Ein Preis, der sicherlich so manche Komplikation mit der Haftpflicht erspart. Die aktuelle Straßenreinigungssatzung können Sie über den Bürgerservice Potsdam 0331/2891111 bzw. online über www.potsdam.de beziehen.
Alles andere als romantisch stellt sich die Sachlage auf der sogenannten Insel in Neu Fahrland dar. Frau Dr. Klockow und ich konnten uns im Gespräch mit Herrn Müller, der in seiner beratenden und koordinierenden Funktion mit dem bisherigen Investor „Robex“ tätig wurde, über die komplexen Zusammenhänge und Planungsideen informieren. Konkret ist jetzt die Insolvenzverwaltung am Zuge, um eben Perspektiven für Investitionsvorhaben zu klären. Begleitend hierzu habe ich Kontakt mit Frau Holtkamp, Bereichsleiterin der verbindlichen Bauleitplanung in Potsdam, aufgenommen. Frau Holtkamp bot an, in einer der nächsten Ortsbeiratsitzungen die Zusammenhänge nähe zu erläutern. Von diesem Angebot können Sie im öffentlichen Teil der Sitzung auch gern Gebrauch machen. Um ein wenig „Schwung“ in die Diskussion und ggf. auch in die Investmentfreude zu bringen, gab es ja den Vorschlag, den notwendigen Schulbau im Potsdamer Norden auch auf der „Insel“ zu prüfen. In die Gesamtbetrachtung des wirtschaftlichen Anreizes gehört auch noch das bisher ausgebliebene Bauvorhaben „Campus am Jungfernsee“. So betrachtet bietet Neu Fahrland mit der Insel sowohl eine erhebliche Verkehrsentlastung durch Bündelung eines Schulstandortes im Norden als auch eine Kaufkraft durch immerhin fast 1500 Einwohner, dem laufenden Bedarf der Klinikgäste, nördlicher Versorgungsbedarfsgebiete und dem attraktiven Durchgangsverkehr. Mit diesen Grundargumenten kann ggf. der aktuelle Entwurf des Bebauungsplanes für reizvollere Investitionen angepasst werden. Nun, wie auch immer, es sind im Augenblick Ideen-Leitfäden. Ideen, bei denen auch die Entwicklung seniorengerechtes Wohnen von Fr. Dr. Klockow eingebracht wurde. Insgesamt wird die Insel durch die vergangenen Insolvenzen ja nicht an Attraktivität verlieren und der Begriff des Scheiterns etwas zu „schnellschüssig“ sein. Wir bleiben dran.
Ihr Ortsvorsteher Jörg Jandke
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