Bohne-Fiegert, Ingeborg,
Künstlerische Textilgestaltung
* 11. September 1921 in Degendorf an der Donau, † 11.März 2008 in Potsdam.
Ihr Vater war Direktor eines Regensburger Schiffsbaubetriebes und ihre Mutter Putzmacherin in einem Hutsalon. Nach dem Abitur besuchte sie die Zeichenklasse der Burg Giebichenstein in Halle und die Meisterschule des Deutschen Kunsthandwerks Leipzig, Abteilung Textil und Mode. Seit 1954 war sie im künstlerischen Volksschaffen tätig und wohnte seitdem „Am Stinthorn“ Nr.20 (heute steht dort ein Huf-Haus) in Neu Fahrland. Über Jahre hinaus war ihr Lieblingskind die Mode. Unter ihrer Leitung entstanden aber auch große Wandbehänge mit zumeist ethnographischen Themen der Städte Potsdam und Brandenburg. Auch die vielen Bräuche der sorbischen Minderheit zeigte sie in ihren Arbeiten. Sie beteiligte sich an vielen Einzelausstellungen bei nationalen wie internationalen Expositionen. Ingeborg Bohne-Fiegert veröffentlichte zahlreiche Artikelfolgen und Lehrprogramme. Grundlegende Buchveröffentlichungen waren „Die Kunst des Batikens“ und „Künstlerische Textilgestaltung“. Sie leitete Arbeitsgemeinschaften und gründete die Spezialklasse besonders talentierter Textilgestalterinnen. Jahrelang war sie Referentin an der Bezirkskulturakademie Potsdam. Für ihre Leistungen wurde sie 1980 mit dem „Theodor-Fontane-Preis für Kunst und Literatur“ ausgezeichnet. Den Zirkel für künstlerische Textilgestaltung in Potsdam leitete Frau Ingeborg Bohne-Fiegert von 1954 - 1994. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Wandbehänge, die Traditionen und Brauchtum des Landes Brandenburg widerspiegeln. Diese Gemeinschaftsarbeiten befinden sich heute in Museen von Potsdam, Berlin und Brandenburg. Zur Bundesfachtagung 1993 in Potsdam wurden die Behänge gezeigt. Die letzte große Gemeinschaftsarbeit "Textilstadt Potsdam" war ein Geschenk zur 1000- Jahrfeier an die Stadt, Frau Bohne-Fiegert war bis 1990 Vorsitzende der Interessengemeinschaft „Künstlerische Textilgestaltung Land Brandenburg“
