Müller (Familie Müller zu Nedlitz)
(Siehe hierzu auch die Beiträge "Gutshaus" und "Der Gutspark" unter Porträt und Sehenswertes)
Familiengeschichte
Das Fährgut Nedlitz (heute Insel Neu Fahrland mit angrenzenden Flächen) ist im Laufe der Jahrhunderte durch Erbe, Kauf und Tausch so vergrößert worden, dass der Grundbesitz dem eines Rittergutes gleich war. Um die Kruggerechtigkeit, die zum Fährgut gehörte, aufrecht zu erhalten, hatte der Besitzer etwa um 1860 auf seinem Grundbesitz, nahe am Jungfernsee gelegen, eine Gaststätte, das Schweizerhaus, errichten lassen, für die er einen Pächter einsetzte. Fast dreihundert Jahre waren Fähre und Fährgut im Besitze der Familie Müller und wurden stets vom Vater auf den Sohn vererbt. Der Gutsherr zur Zeit des Brückenbaus war der neunte Besitzer aus dieser Familie, Herr Robert Müller.
Die Müllers waren eine angesehene Familie. Sie hatte auf dem Bornstedter Friedhof ein Erbbegräbnis in Form eines Gewölbes, eine Art Mausoleum. Es war die größte Anlage auf diesem Kirchhof.
Der noch erhaltene Grabstein über dem Eingang enthält folgende Inschrift:
Erbbegräbnis
Der Familie Müller zu Nedlitz
Mathias Müller Mathias Müller
1550 – 1608 1576 – 1619
Mathias Müller Mathias Müller
1608 – 1689 1655 – 1719
Mathias Fr. Müller Tobias Aug. Müller
1691 – 1728 1720 – 1780
Friedr. Heinr. Aug. Müller Phil. Ferdinand Müller
1755 – 1811 1787 – 1853
ruht in seinem Garten Ritter d. Eisern. Kreuzes
Die Familie Müller starb in direkter Linie zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus. Das Grab des Friedrich Heinrich August Müller befand sich neben der Brücke am Jungfernsee unter großen Bäumen. Im Zuge der Baumaßnahmen einer Betriebsberufsschule und eines Sportplatzes währemd der DDR-Zeit ist es eingeebnet worden.
Verwandte aus einer Seitenlinie mit Namen Lutze übernahmen den Grundbesitz.
